Erschöpfung Müdigkeit

Erschöpfung und Müdigkeit

by Miss Marple on 14. April 2011 · 0 comments

Top 10 Gründe für Erschöpfung und Müdigkeit

Viele Ursachen können für eine ständige, starke Erschöpfung verantwortlich sein. Da es ein relativ allgemeiner Begriff ist, fallen entsprechend vielfältige Möglichkeiten darunter. Je nach Ursache können daher auch die Symptome variieren. Erschöpfung kann körperlich gemeint sein, aber auch vor allem geistig / psychisch empfunden werden.

10. Schlafstörungen

Gestörter Schlaf kann natürlich für eine erhöhte Tagesmüdigkeit verantwortlich sein. Den Schlafplatz zu überprüfen ist ein erster Schritt. Ist die Raumtemperatur zu hoch / zu niedrig? Gibt es einen starken Geräuschpegel, zu viel Licht oder andere Störfaktoren, die einein erholsamen Schlaf unterbrechen? Schnarcht der Schlafnachbar, gibt es Elektrosmog, Wasseradern oder andere Störfelder? Manche Menschen wachen häufig in Vollmondnächten auf. Außerdem können Durschschlafprobleme auch durch verschiedene Krankheiten enstehen, oder durch schmerzhafte Verletzungen / Krankheiten, Medikamenten-Mißbrauch sowie Drogenkonsum.

9. Eisenmangel

Eine der häufigsten Ursachen für Erschöpfung und Abgeschlagenheit ist ein Eisenmangel. Er kann durch mangelnde Zufuhr von passenden Nahrungsmitteln, oder durch eine zu geringe Aufnahme des Eisens verursacht werden. In Fleischprodukten ist relativ Eisen enthalten, so dass ein regelmäßiger Verzehr einem Eisenmangel vorbeugen kann. Besteht die Ursache in einer verminderten Aufnahme des Körpers hilft eine extra Zufuhr in Form von Eisenpräparaten. Einen Eisenmangel kann der Arzt anhand einer Blutuntersuchung diagnostizieren.

8. Psyche

Die Psyche kann ein Grund für Einschlafprobleme oder Durchschlafproble sein. Gibt es grundlegende Konflikt, Probleme oder andere Themen, die im Moment besonders im Vordergrund stehen? Andererseits können Depressionen ebenfalls Schlafprobleme und Erschöpfung hervorrufen. Das sollte genau abgeklärt werden, damit das Problem an der Wurzel angegangen werden kann. Dabei sind auch wieder unterschiedliche Ursachen für z.B. Depressionen zu beachten (organisch, psychisch). Wünschenswert wäre es natürlich, auf Medikamente verzichten zu können. Gerade Schlaftabletten können schnell zu einer Sucht führen. Einen Versuch wert sind vorher unter Umständen natürliche Mittel, wie Schlaftees, Magnesium, 5-HTP oder Melatonin. die letzten beiden sind leider in Deutschland nur eingeschränkt zu bekommen. 5-Htp (5-Hydroxy-Tryptophan) wird vom Körper weiter in Serotonin und Melatonin verwandelt. Es hilft zu entspannen und steigert die Stimmung und den Antrieb. Eine Dosierung könnten 50 mg sein. Melatonin wirkt meist bereits in Größenordnungen von 1-4 mg. Es sollte etwa 45 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

7. Überlastung

Körperliche oder geistige Überlastung führt auf Dauer fast zwangsweise zu einer starken Erschöpfung. Gönnen Sie sich auch mal eine Pause! Permanentes Durcharbeiten lässt dem Körper keine Zeit zur Regeneration und er macht sich irgendwann bemerkbar. Der Organismus holt sich dann den nötigen Schlaf und das sollte man auch zulassen. Regelmäßige Pausen während der Arbeit können helfen die Erschöpfung auch bei erhöhter Belastung zu verringern. Achten Sie darauf den nötigen Sauerstoff zu erhalten, genügend zu essen und auch mal etwas Bewegung in Betracht zu ziehen.
Körperliche hohe Belastungen benötigen natürlich auch immer Phasen der Pause und Regeneration, danach kann es mit erhöhter Kraft weitergehen.

6. Schwere Krankheit

Starke Erschöpfung kann auch die Folge von schweren Krankheiten sein. Häufig gibt es ein Fatigue-Syndrom bei Krebserkrankungen. Diese Erschöpfung ist unklar und nicht restlos geklärt. Natürlich ist aber eine entsprechende Therapie sehr belastend und anstrengend für den Körper. Die Strahlentherapie oder die Chemotherapie muss der Körper erst mal verkraften und es kostet viel Kraft, diese Giftstoffe zu verarbeiten. Auch chronisch-degenerative Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen (Morbus Crohn, Lupus erythematodes, Rheumatoide Arthristis etc.) oder Immunschwäche (AIDS) kann zu ständiger Müdigkeit und Erschöpfung führen. Dies ist auf Dauer ein erheblicher Stress für jeden Organismus. Entsprechende ergänzende Therapie sollten mit dem Arzt oder Therapeuten besprochen werden.

5. Kryptopyrrolurie


Die Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie (KPU auch HPU, Hämopyrrollaktamurie) gründet auf einem starken Verlust an Zink und Vitamin B6. Dieses Spurenelement und das Vitamin B6 sind äußerst wichtige Mikronährstoffe für den effektiven Ablauf etlicher wichtiger Enzymaktivitäten. Ein Mangel an diesen Nährstoffen hat weitreichende Folgen für den Organismus, die oft schleichend im Verlaufe der Zeit zu Tage treten. Eine Ursache für diese Stoffwechselstörung kann das Erbgut sein, eine andere Ursache ist die erworbene Form, z.B. auch durch chronische Vergiftungen mit Schwermetallen. Die Störung liegt im biochemischen Stoffwechsel der Hämsynthese, der Blutbildung. Das Kryptopyrrol wird dann, wie auch die Energie für den Körper, über den Urin ausgeschieden und geht die Toilette runter. Es gibt Urintests mit denen man das Kryptopyrrol feststellen kann. Eine Therapie ist dann vergleichsweise unkompliziert. Es müssen die fehlenden Nährstoffe von außen zugeführt werden. In diesem Fall sind erheblich höhere Dosen nötig, als normalerweise in Mineral- und Vitaminpräparaten vorhanden. Als weitere Ursache wird die Kryptopyrrolurie für psychische Erkrankungen wie Schizophrenie diskutiert.

4. Nitrosativer Stress

Eine weitere Ursache für Erschöpfung und Müdigkeit ist der relativ neue nitrosative Stress. In jüngster Zeit gibt es vermehrte Forschung über die Hintergründe verschiedener chronischer Erkrankungen, die bisher noch nicht ausreichend gut ergründet werden konnten. Dabei spielt neben den oxidativen Stress, der für etliche Alterserscheinungen verantwortlich gemacht wird noch eine andere Art Stress eine Rolle. Der nitrosative Stress besteht hauptsächlich aus Stickstoffverbindung, die aus Stickstoffmonoxid NO entstehen. NO ist eine natürlich im Körper entstehende Verbindung, die auch als Neurotransmitter fungiert. Bei einer überschießenden Produktion von NO Stickstoffmonoxid können weitere Verbindungen entstehen, die für den Körper sehr schädlich sind. So kann aus einfachem Stickstoffmonoxid (NO) Peroxinitrit (ONOO) entstehen. Diese Substanz ist dann in der Lage lebenswichtige Prozesse in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, zu blockieren. Die Mitochondrien sind für die Energieproduktion verantwortlich, doch wird nun ihre natürliche Atmungskette unterbrochen. Diese (sauberen) Energielieferanten verwerten die Nahrungsmittel und wandeln sie in Energie um. Ist diese Funktion dauerhaft gestört, führt der Mangel an ATP (Energie) zu einer Unterfunktion vieler wichtiger Abläufe im Körper und es entsteht Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Erschöpfung.

3. Burnout / Stress

Unter dem Begriff Burnout wird ein Beschwerdekomplex verstanden, der hauptsächlich auf körperliche, emotionale und psychische Überlastung zurückgeführt wird. Es kommt dabei zu dem sog. „Ausgebrannt sein“, einem Erschöpfungszustand bzw. zu chronischer Müdigkeit. Oftmals sind belastende Arbeits- und/oder familiäre Bedingungen ausschlaggebend. Betroffene sind häufig auch übermäßig perfektionistisch, arbeiten permanent ohne sich Pausen zu gönnen. Der Burnout kann sich so fast unbemerkt über einen langen Zeitraum entwickeln. Der permanente Stress macht sich erst später mit ausgeprägten Symptomen bemerkbar. Dazu zählen neben Erschöpfung auch Lustlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug, Ängste etc. Die alltäglichen Rahmenbedingungen spielen die herausragende Rolle und so sind oft die Arbeitsbedingungen mit ein Grund. Es kann der Zeitpunkt kommen, an dem die Betroffenen den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind. Manchmal sind Mobbing und hoher Leistungsdruck Faktoren, die zu einem Burnout führen können. Man sollte dann Hilfe in Anspruch nehmen, seine Zeit planen und einteilen, sich Pausen gönnen und regelmäßig Sachen machen, die Freude bereiten. Auf der körperlichen Seite können bei einem Burn Out die Nebennieren eine Rolle spielen und das hormonelle Gleichgewicht aus der Balance geraten. Dann ist es angebracht die Cortisolproduktion zu unterstützen.

2. Nebennierenschwäche / Schilddrüse

Unklare Erschöpfung kann in hormonellen Problemen seine Ursache haben. Wichtige Organe für die Steuerung etlicher Hormone stellen die Schilddrüse und die Nebennieren dar. Während die Schilddrüse vor allem T3 (Trijodthyronin) und T4 (Tetrajodthyronin) produziert, sind die Nebennieren unter anderem für das Cortisol verantwortlich. Cortisol ist ein wichtiges Stresshormon, das der Körper benötigt um sich Situationen anzupassen, die er als Stress empfindet. Dazu zählen alle Arten von Herausforderungen, die gemeistert werden müssen. Emotionale Prozesse gehören ebenso dazu wie Krankheit, Verletzungen, körperliche Belastung etc. Hält diese Situation dauerhaft an, versuchen die Nebennieren noch mehr Cortisol bereit zu stellen. Kommt es trotzdem nicht zu einer Normalisierung der Umstände, kann sich auf Dauer eine Erschöpfung der Nebennieren oder auch Nebennierenschwäche einstellen. Dies kann auch Teil eines Burnout sein. Diagnostizieren lässt sich dies am besten mit einem Speicheltest.
Die Hormone der Schilddrüse bestimmen den Grundumsatz des Körpers. Sie steuern also die Energiebereitstellung und regen den Stoffwechsel an. Produzieren die Schilddrüsen zu wenig Hormone (Hypothyreose), können Symptome wie Müdigkeit oder Erschöpfung auftreten. Man sollte bei Verdacht die Drüsen untersuchen lassen (Ultraschall) und auch das Verhältnis von T3 zu T4 begutachten (wird das T4 in T3 umgewandelt?). Manchmal kann sich eine Autoimmunerkrankung (Hashimoto thyreoiditis) entwickeln. Sie wird mit Antikörpern nachgewiesen.

1. Amalgamvergiftung / Quecksilberbelastung

Eine häufig übersehene Ursache für eine starke Erschöpfung kann eine Quecksilbervergiftung durch Amalgamfüllungen sein. Viele Menschen tragen solche Plomben und sie werden auch heute noch benutzt. Die davon verursachten Beschwerden und Krankheiten werden selten als chronische Quecksilbervergiftung diagnostiziert. Quecksilber ist das giftigste nicht-radioaktive Element auf dem Planeten und wird, bevor es in den Zahn gestopft wird, mit weiteren giftigen Schwermetallen vermischt. Dabei entstehen keine festen Verbindungen, sondern ein mehr oder weniger loses Amalgam. Aus dieser Mischung (min. 50% Quecksilber) treten permanent hochgiftige Quecksilbergase aus, die sich im Organismus ansammeln. Die Sicherheit und Grenzwerte werden dabei nur eingehalten, da man den Mundraum in diesem Falle als „außerhalb des Körpers“ einstuft. Damit kann man den strengen Auflagen für Medikamente entgehen. Erwärmt man die Füllungen (heißer Tee, Kaffee) erhöht sich die ausgasende Menge und durch den Abrieb beim Kauen können Amalgambestandteile im Speichel gelöst werden. Mit der Zeit sammeln sich über Jahre hinweg immer größere Mengen Quecksilber in den Geweben an. Besonders affin sind dabei die Nervengewebe, in denen es auch den größten Schaden anrichten kann. Außerdem sind alle Schwermetalle in der Lage die Mitochondrien in ihrer Funktion zu stören und so die Energiebereitstellung zu stören. Befindet sich das Schwermetall in den Organen (Schilddrüse, Nebennieren) kommt es zu starken Erschöpfungszuständen, die in der Regel bei körperlicher Belastung (Sport) stärker werden. Da Quecksilber ein Nervengift ist sind psychische Erkrankungen nicht selten, aber auch Autoimmunerkrankungen sind häufig, das das Abwehrsystem Zellen mit angelagertem Quecksilber als feindlich betrachtet. Die Behandlung ist in diesem Fall eine effektive Entgiftung mit Alpha Liponsöure, DMSA und DMPS.

 


 

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