Gold Propaganda

Gold Propaganda der Zeitungen

by Miss Marple on 19. Januar 2013 · 0 comments

Es ist wieder soweit. Wie jedesmal, wenn das Thema der Repatriierung des Goldes nach Deutschland Thema wird, echauffieren sich die Zeitungen, eine nach der anderen, in polemischster Art und Weise über die unsinnige Debatte der Verschwörungstheoretiker, Phantasten, Zweifler, Skeptiker, Idioten, absurde Posse und empfehlen die Goldreseven der Deutschen wahlweise zu verkaufen oder direkt im Meer zu versenken.

Was ist geschehen? Nachdem der Bundesrechnungshof eine eigentlich selbstverständliche Inventur und Überprüfung der im Ausland lagernden Goldreserven durchzuführen empfahl und eine öffentliche Debatte über den Aufenthaltsort der deutschen Goldreserven ihren Anfang nahm, zeigte sich, dass man damit in ein aggressives Wespennest gestochen hatte. Die Kommentatoren der Zeitungen überschlugen sich fast in einer offensichtlich choreographierten Abfolge von abfällig formulierten Artikeln über die abwegige und überflüssige Idee die eigenen Goldbarren besichtigen zu lassen. Dabei wurde nicht mit Vokabeln wie „extreme Rechte“, „Antisemiten“, „Verschwörungstheoretikern“ etc. gespart. Offensichtlich wurden hier einige Kommentatoren höchst nervös, darauf lassen die emotionalen, polemischen und faktisch falschen Artikel schließen. Anscheinend gibt es keine Skrupel selbst in seriösen Zeitungen wie der FAZ, dem SPIEGEL, dem Handelsblatt, der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT oder der Financial Times Deutschland tendenziöse, einseitige Artikel mit Halbwahrheiten, Täuschungen, Lügen und Verleumdungen zu publizieren. Wieso diese massive Propaganda bei diesem Thema?

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges lagern beträchtliche Teile des deutschen Goldes im Ausland, vor allem in Frankreich, England und der USA und zwar jeweils bei den entsprechenden Zentralbanken. Dies vor allem aus Furcht vor einem Zugriff der russischen Bedrohung aus dem Osten während des kalten Krieges. So lagern nach neuen Zahlen der deutschen Bundesbank (die diese auch viele Jahre lang nicht veröffentlichen wollte) etwa 13% des Goldes bei der Bank of England, 11% bei der Banque de France und über 40% bei der Federal Reserve Bank New York. Mehr als die Hälfte der etwa 3400 Tonnen Gold lagert also außerhalb des Landes, verteilt auf die verschiedenen Standorte. In Augenschein, gezählt und Überprüft wurde es hingegen nie. Eine Inventur, wie sie eigentlich in jedem Unternehmen üblich und auch gesetzlich gefordert ist, scheint für die deutsche Bundesbank nicht von Nöten zu sein. Nicht zuletzt dies hat der Bundesrechnungshof in seinem Bericht bemängelt. Schon vor Jahrzehnten versprach übrigens der damalige Präsident der Bundesbank, Blessing, der Federal Reserve Bank in New York schriftlich, niemals nach dem deutschen Gold zu fragen und etwa eine Rückholung zu verlangen, wie sie die Franzosen unter De Gaulle vollzogen. Dieser wusste um die Bedeutung des edlen Metalls und ließ es mit Kriegsschiffen in New York abholen. Der Brief den Blessing in die USA sandt ist hier zu sehen. Im Währungssystem von Bretton Woods war im Prinzip vereinbart, das Handelsüberschüsse der teilnehmenden Länder, überschüssige Dollarreserven jederzeit in Gold umgetauscht werden konnten.

Zweifel wurden so schon lange geäußert, das das Gold nicht nur nutzlos über Jahrzehnte in den Tresoren der Zentralbanken lagern würde, sondern satt dessen einem wichtigen Zwecke zugeführt sein könnte. Der Manipulation und Deckelung des Goldpreises. Für die Zentralbanken und die Verwalter der durch nichts mehr gedeckten Papierwährungen ist es überlebenswichtig, von existenzieller Bedeutung, dass der Goldpreis, als Fieberthermometer des Papiergeldsystems nicht heißläuft. Denn würde der Preis des Edelmetalls zu schnell im immer höhere Höhen schießen drückt sich damit das Misstrauen und der Wertverlust des Papiergeldes wie dem Dollar und des Euro aus. Da diese beiden Währungen eine Golddeckung nicht (mehr) haben, also durch nichts von wahrem Wert unterlegt sind, hängen sie ausschließlich vom Vertrauen der Bevölkerung ab. Werden jedoch die Druckerpressen, wie in den letzten Jahren geschehen, angeworfen und laufen sie durchgehend auf Hochtouren, so steigt die Gefahr der Geldentwertung. Ein Zeichen dafür wäre ein ansteigender Goldpreis, da die Menge des verfügbaren Edelmetalls begrenzt ist. Die Menge der Papierwährung die in Umlauf ist dagegen nimmt immer stärker zu. Das Vertrauen in das Geld spiegelt sich also direkt auch im Goldpreis wieder.


Der Verdacht, dass Zentralbanken das Gold also verliehen haben könnten steht im Raume und ist sehr wohl gut begründet. Möglicherweise ist das deutsche Gold schon lange nicht mehr dort wo es sein sollte. Höchstwahrscheinlich sogar ist es nicht mehr in den Tresoren. Auf eine Rückkehr dorthin sollte man sich keine allzu großen Hoffnungen machen. Das bestätigt im Prinzip auch das vorgehen der Bundesbank, die beschlossen hat die Hälfte des Goldes in Zukunft in Deutschland zu lagern – bis 2020. Warum erst in 7 Jahren und warum nur ein kleiner Teil? Die Antwort liegt auf der Hand. Da das Gold nicht mehr bei der Fed in New York liegt muss es am Markt zurückgekauft werden. In einem kurzen Zeitraum würden diese Mengen natürlich einen scharfen Anstieg des Goldpreises bedeuten. Gesteckt über 7 Jahre lässt sich dies jedoch recht gut kaschieren. Welche Auswirkungen ein Rückkauf großer Mengen Gold hat konnte man beobachten, als Venezuela vor zwei Jahren seine 400 Tonnen Gold zurückholen ließ – innerhalb weniger Monate. Der Preis des gelben Metalls stieg von 1500 auf 1900 Dollar. Danach folgte eine längere Korrektur, wer weiß welches Gold dafür verliehen oder geklaut wurde (vielleicht Libyen, vielleicht Tunesien).

Man fragt sich also schon, wieso man ausgerechnet derjenigen privaten Bank vertrauen soll, die genau den Großbanken gehört, die auch schon den LIBOR Zinssatz manipuliert haben. Angeblich besitzen die ausländischen Zentralbanken ja die höchste Reputation, daher müsse man nicht nach dem Gold schauen, so die einhellige Meinung der Kommentatoren. Gerade jedoch die Federal Reserve Bank in New York ist eine Privatbank, deren Anteilseigner eben die Großbanken sind, die schon im LIBOR-Skandal (eher LIBOR – Kriminalität) der Manipulation überführt wurden – mit Duldung der Bank of England – und nebenher das größte Interesse an einem möglichst niedrigen Goldpreis haben, da sie den Dollar kontrollieren.

In der Tat ist es offensichtlich so, dass mit allen verfügbaren Mitteln das Vertrauen in ein zerstörtes Geldsystem und die Papierwährungen aufrechterhalten werden soll. So lange es geht, mit eben dem Werkzeug der Propaganda in den Medien und großen Zeitungen. Die Kommentatoren wissen es besser und versuchen trotzdem die öffentliche Meinung in ihrem (der Banken) Sinne zu beinflussen. Obwohl die Leidtragenden dieser Politik die Rentner und Sparer hierzulande sind, denen die Ersparnisse und die Kaufkraft durch eine schleichende und Fahrt aufnehmende Inflation geraubt wird. Viele dieser Hofberichterstatter haben sich offensichtlich bequem eingerichtet.

Um im Ausland im Notfall an Devisen zu kommen würden sicher 5% der Goldreserven dort ausreichen. Außerdem ist der physische Handel mit Gold in den 30er Jahren nach London und Zürich abgewandert, nachdem das amerikanische Gold konfisziert wurde – also auch kein zwingender Grund, solche Massen in den USA vorzuhalten.

Denn eine weitere wichtige Funktion des Goldes im eigenen Land ist es im Falle einer immer wahrscheinlicher werdenden Währungskrise, die Möglichkeit zu haben eine eigenen, goldgedeckte Währung aufbauen zu können. Dies geht natürlich nur mit den entsprechenden Goldvorräten im eigenen Land. Andere Länder können in solch einer Situation das Gold sicher selbst gut gebrauchen. Ob sie es in solch einem Fall wieder zurückgeben wollen?


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