Schäuble Sudoku

Schäuble, Sudoku und das Geld

by Miss Marple on 22. Mai 2012 · 0 comments

Manche Beobachter zeigen sich ja überrascht, dass es unter den Politikern einige Menschen gibt, die intelligent genug sind Sudoko spielen zu können. Wären dazu, außer Wolfgang Schäuble, auch nur ein Bruchteil weiterer Akteure in der Lage, wäre wohl die Republik und wahrscheinlich auch die Welt wesentlich besser dran. Doch selbst daran muss man zweifeln, wenn man das Agieren des Finanzministers in der Eurokrise betrachtet.

Zu Anfang der Krise, vor zwei Jahren, als Griechenöand zum ersten mal in die Schlagzeilen geriet, war von einem begrenzten Eingreifen zu Gunsten der Griechen die Rede. Eine absolute Ausnahme die es dem Land ermöglichen sollte, bald wieder zur finanziellen Normalität zurückkehren. Schon zu diesem Zeitpunkt wusste man (und Frau) aber, dass nicht nur Griechenland sondern etliche weitere Länder von abgrundtiefen Schuldenschluchten bedroht sein würden. Das ein Bankrott oder ein teilweiser Zahlungsausfall vor allem auch deutsche Banken treffen würde, die (wie Banken anderer Länder) stark in Anleihen dieser Staaten engagiert waren, wußten die Beteiligten von Anfang an. Sie haben daher ein falsches Spiel gespielt und die Bürger und Wähler betäuscht und belogen. Mit allerlei Beschwichtigungen, Relativierungen, Schönrednerei und Panikmache wurden die Voraussezungen geschaffen, die drohenden Milliardenverluste der Privatbanken auf den Steuerzahler abzuwälzen. (-> Nordeuro, Südeuro)

Absichtliche Täuschung zur Insolvenzverschleppung

Zusammen mit der EU-Kommision (Politbüro) und der Herr-schaften des IWF, sowie dem Gleichklang der Medien konnte man geschönte Statistiken und Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung Griechenland erstellen, die man freilich wenige Monate später immer wieder einkassieren musste. Sie sollten und konnten jedoch immer weitere Rettungspakete und Anleihekäufe der EZB (Gelddruckerei) rechtfertigen. Die EZB höchstselbst achtet vor allem darauf, die Freunde der Finanzbranche in den Hochhaustürmen vor Ungemach zu schützen und so den unter marktwirtschaftlichen (kapitalistischen) Gesichtspunkten unvermeindlichen Bankrott abzuwenden und deren Verluste zu solzilisieren. Diese untoten Zombiebanken konnten sich durch die freundliche Unterstüzung der EZB, EU-Kommision und Politiker à la Schäuble weitgehend von ihrem toxischen Balast befreien und denselben den Bürgern aufdrücken.


Diesem unwürdigen Schauspiel folgten noch weitere Staaten, wie Irland, Portugal, Spanien und Italien. In weiser Voraussicht wurde von der Intelligenz in Politik und Wirtschaft sogleicher der Begriff der „PIGS“ geprägt. Also der buchstäblichen „Schweine“, die an dem ganzen Schlamassel öffentlich als Schuldige gebrandmarkt werden sollten. Die Fehler des Eurosystems an ihren Ursachen anzugehen, lag und liegt diesen Beteilgten fern. Gegen jedwede ökonomische Vernunft und Gesetzmäßigkeiten, wird mit Gewalt und Sturrheit an Rezepten festgehalten, die die Situation über die letzten Jahre nur weiter verschärft haben. Dabei wurden von Seiten Schäubles und Deutschlands ernorme Risiken eingegangen, in Form von Bürgschaften, Krediten, Target2-Forderungen und tolerierter (und geleugneter) hoher Inflation.

Man sollte sich daher vielleicht immer wieder fragen: Ist dieser Schäuble noch zurechungsfähig? Kann dieser Mann mit Geld umgehen? Kann ein Mann, der einst 100.000 DM Schwarzgeld entgegengenommen hat (und dies vergaß) wirklich mit Geld umgehen? – Mit dem Geld von über 80 Millionen Deutschen? Erinnert sei hier an die nahezu prophetische Zwischenfrage eines holländischen Journalisten (Rob Savelberg):


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